Erektile Dysfunktion (Erektionsstörung, Potenzstörung)

Die erektile Dysfunktion (ED) wurde früher "Impotenz" oder "Potenzstörung" genannt. Eine erektile Dysfunktion wird definiert als die Unfähigkeit des Mannes, eine Erektion zu bekommen oder aufrechtzuerhalten, die zur sexuellen Befriedigung ausreicht. "Impotenz" bedeutet wörtlich übersetzt "Machtlosigkeit", wobei damit die Unfähigkeit des Mannes gemeint ist, sexuell oder gar insgesamt als Mann zu funktionieren.

Erektile Dysfunktion ist verbreitet

Gemäß der größten Studie zur erektilen Dysfunktion der vergangenen Jahre, der "Massachusetts Male Aging Studie", wurde eine weite Verbreitung der erektilen Dysfunktion festgestellt:

  • 9,6% der Männer zwischen 40 und 70 Jahren leiden an einer schweren erektilen Dysfunktion,
  • über ein Viertel aller Männer (25,2%) leiden an mäßiger erektiler Dysfunktion, und weitere
  • 17,2% der untersuchten Männer leiden an einer leichten erektilen Dysfunktion.

Kölner Studie zur erektilen Dysfunktion

Im deutschen Raum wurde im Jahr 2000 von Braun et al. die sogenannte "Kölner Studie" angefertigt. Dabei wurden 8.000 Männer im Alter zwischen 30 und 80 Jahren befragt. Rund ein Drittel aller Männer gaben an, mit ihrem Sexualleben unzufrieden zu sein. Auf die Altersklassen verteilt sind die Ergebnisse der Kölner Studie relativ konsistent:

  • Im Alter von 30-39: 34,8% Unzufriedenheit mit ihrem Sexualleben
  • Im Alter von 40-49: 32,2% Unzufriedenheit mit ihrem Sexualleben
  • Im Alter von 50-59: 31,5% Unzufriedenheit mit ihrem Sexualleben
  • Im Alter von 60-69: 41,0% Unzufriedenheit mit ihrem Sexualleben
  • Im Alter von 71-80: 44,0% Unzufriedenheit mit ihrem Sexualleben.

Eine erektile Dysfunktion wurde im Rahmen der Befragung bei im Schnitt über alle Altersklassen 19,2% festgestellt. Jüngere Männer leiden deutlich weniger häufig an erektiler Dysfunktion, ältere Männer deutlich häufiger.

Wiener Studie zur erektilen Dysfunktion

Eine ähnlich große Anzahl an Männern haben Urologen der Universität Wien zwischen 2001 und 2004 untersucht. Bei 32,3 Prozent der untersuchten und befragten Männer zwischen 20 und 80 Jahren zeigte sich einer dieser vier Grade der erektilen Dysfunktion (ED).

Hochgerechnet auf die österreichische Gesamtbevölkerung bedeutet das, dass etwa eine Million Männer an irgendeinem Grad der krankhaften Erektionsstörung laboriert, drei Viertel davon (etwa 736.000) zwar nur an einer leichtgradigen, aber immerhin mehr als 260.000 an einer schwerwiegenderen Form der ED. Für Deutschland bedeutet dies, dass hochgerechnet ungefähr 10 Millionen Männer vermutlich an einer erektilen Dysfunktion leiden.

„Die Hauptaussage unserer Studie ist nicht, dass es in Österreich eine Million Impotente gibt“, erklärt Urologe Madersbacher, „sondern, dass das Thema noch immer tabuisiert wird, dass es Hilfen gibt, dass man dagegen etwas tun kann und zum Arzt gehen soll.“

Andere internationale epidemologische Studien zur erektilen Dysfunktion haben mit ähnlichen Ergebnissen die Kölner Studie und die Wiener Studie mittlerweile mehrfach bestätigt.

Test einer erektilen Dysfunktion 

Ob bei einem Mann eine erektile Dysfunktion vorliegt, wird üblicherweise mittels einem von Rosen et al. (1997) entwickelten Fragebogen überprüft (IIEF, Internationale Index of Erectile Function). Dieser Fragebogen ist in einer ausführlicheren und einer kurzen Form in der Anwendung. Meist wird die kürzere Form, der sogenannte IIEF-5 Fragebogen, angewendet. Bei diesem Fragebogen wird der Mann gefragt:

1.Wie zuversichtlich sind Sie, eine Erektion zu bekommen und aufrechterhalten zu können?

2.Wie schwierig war es beim Geschlechtsverkehr die Erektion bis zum Ende des Geschlechtsverkehrs aufrechtzuerhalten?

3.Wenn Sie bei sexueller Stimulation Erektionen hatten, wie oft waren Ihre Erektionen hart genug um in Ihre Partnerin einzudringen?

4.Wenn Sie versuchten, Geschlechtsverkehr zu haben, wie oft war er befriedigend für Sie?

5.
Wie oft waren Sie beim Geschlechtsverkehr in der Lage, die Erektion aufrechtzuerhalten, nachdem Sie in Ihre Partnerin eingedrungen waren?

Die möglichen Antworten reichen von "garnicht" bis "sehr" (Frage 1) bzw. von "schwierig" bis "garnicht schwierig" bzw. von "nie" bis "sehr oft". Für die Antworten werden ein bis sechs Punkte verteilt und addiert. Die Summe der Punkte ergibt die Einteilung in verschiedene Schweregrade einer erektilen Dysfunktion.

Diesen IIEF-5 Test kann man auch online auf verschiedenen Webseiten von Urologen und Andrologen machen, allerdings ersetzt dieser Test natürlich keine Untersuchung eines Urologen oder Andrologen.

Erektile Dysfunktion und Partnerschaft

Eine normale Sexualfunktion ist für viele Männer wichtig für ihr Selbstvertrauen und ihre Selbstachtung und damit Lebensqualität. Eine normale Sexualfunktion ist laut verschiedener Studien ebenfalls ein wichtiger Faktor für eine ausgeglichene Partnerschaft.

Verschiedene Untersuchungen und Umfragen legen nahe, dass bis zu 50% aller Beziehungen (auch) an einem nicht zufriedenstellenden Sexualleben scheitern.

Sprechen Sie daher mit Ihrem Partner offen über Ihre Sexualität und sexuelle Wünsche. Arbeiten Sie gemeinsam daran, ohne Leistungsdruck Ihr Sexualleben zu verbessern.

 

Ursachen für eine erektile Dysfunktion

Erektionsstörungen kommen deutlich häufiger bei

  • Diabetikern,
  • Männern mit erhöhtem Cholesterinspiegel, 
  • Patienten mit hohem Blutdruck,
  • koronarer Herzkrankheit und
  • starkem Nikotinkonsum vor.

Bis in die fünfziger Jahre war man der Ansicht, dass die erektile Dysfunktion in über 90% der Fälle psychisch bedingt sei. Heute weiß man durch moderne Untersuchungsverfahren, dass bei der Mehrzahl (60-80%) aller Männer mit erektiler Dysfunktion organische Faktoren für die Potenzprobleme verantwortlich sind. Hierbei sind insbesondere Durchblutungsstörungen der Schwellkörper die häufigste Ursache für eine erektile Dysfunktion, vor dem Hintergrund einer oftmals generalisierten Gefäßerkrankung (z.B. Atherosklerose).

Erektile Dysfunktion behandeln

 

 

 

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Für die Diagnose und Behandlung der erektilen Dysfunktion sollten Sie Ihren Arzt, einen Urologen oder Andrologen ansprechen. Nur Ihr behandelnder Arzt kann Ihre individuelle Situation beurteilen, Sie persönlich untersuchen und auf die ermittelte Ursache hin die richtige Behandlung einleiten.

Sprechen Sie Ihren behandelnden Arzt bei Vorliegen einer gefäßbedingten erektilen Dysfunktion auf die Möglichkeit der ergänzenden Behandlung mit amitamin Vitalität M forte an.

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Weitere Information zur erektilen Dysfunktion auf Wikipedia.

 

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